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eMobility in der Autoindustrie: Wann findet der endgültige Umstieg auf Elektromobilität statt?

Längst hat eMobility den Nischenstatus in der Autoindustrie hinter sich gelassen. Das sieht auch die Politik: Im Jahr 2035 soll in der EU der letzte Neuwagen mit Verbrennungsmotor verkauft werden. Die großen Automarken reagieren auf dieses Ziel und entscheiden sich nun bewusst für den kompletten Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Die Elektrifizierungspläne ausgewählter Automobilhersteller auf einen Blick: 

Vollelektrisch bis 2030 

  • Smart zeigt sich als Vorreiter: Bereits vor über einem Jahr lief der letzte Verbrenner vom Band – seit 2020 setzt Smart vollständig auf Elektromotoren.  
  • Jaguar verspricht, ab 2025 nur noch eAutos zu produzieren. Zusätzlich blickt Jaguar Land Rover über die Produktion hinaus und investiert schon jetzt in Batterie-Recycling. 
  • Für 2027 kündigt auch Alfa Romeo den endgültigen Umstieg an. 2023 soll ein SUV als erster vollständiger elektrischer Alfa Romeo auf den Markt kommen. 
  • Fiat hat sich ab 2025, spätestens jedoch bis 2030, ein vollständig elektrisches Produkt-Portfolio zum Ziel gesetzt. Der Hersteller setzt bis dahin auf sinkende Akkukosten, um so auf dem Preisniveau der diesel- oder benzinbetriebenen Pendants zu bleiben. 
  • Bis 2028 will außerdem Lotus frei von Verbrennern werden. Alle Modelle, die auf das neueste Modell „Emira“ folgen, sollen vollständig elektrisch fahren; darunter sollen sich auch erstmals SUVs befinden. 
  • Schrittweise möchte auch Bentley die Elektrifizierung erreichen. Bislang ist zwar der „Bentayga”, ein SUV, das einzige Hybridmodell des Herstellers. Der erste vollelektrische SUV ist aber für 2025 angekündigt. Auf lange Sicht will man sich vom reinen Verbrennungsmotor endgültig verabschieden. Ab 2026 sollen ausschließlich Autos mit Hybridantrieb hergestellt werden und von 2030 an werden in den Werken von Bentley nur noch elektrifizierte Modelle vom Band laufen.

Verbrenner-Ausstieg ab 2030 

Ein großer Teil der Hersteller plant allerdings erst ab 2030 oder später mit der vollständigen Wende:  

  • Mini will bis 2030 ausschließlich eMobility-Hersteller sein. Bislang verfügt die Marke je über ein Hybrid- und ein Elektro-Modell. 
  • Volvo gilt seit Langem bereits als Vorreiter in Sachen eMobility. Der Plan wird konsequent verfolgt: ab 2030 werden nur noch Modelle mit vollelektrischem Antrieb produziert.  
  • Für 2033 verfolgt Audi dasselbe Ziel. Bereits bis 2025 sollen allerdings bereits über 20 neue eModelle vorgestellt werden. 
  • Ähnlich hat Volkswagen eine Zeitspanne von 2033 bis 2035 für den vollen Umstieg auf Elektromotoren angesetzt. Aber schon ab 2026 sollen nur noch eFahrzeuge entwickelt werden; im selben Jahr soll auch die volldigitale eLimousine “Trinity” erscheinen und Maßstäbe in Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Automatisierung setzen.
  • Auch der größte Autokonzern der USA, General Motorszieht nach: bis zum Jahr 2025 soll die US-Modellpalette zu 40 Prozent aus batterieelektrischen Fahrzeugen bestehen.  

Ortsabhängige eMobility 

Der vollständige Umstieg auf Elektromobilität wird regional unterschiedlich stark vorangetrieben. Den Wechsel zu 100% eMobility auf dem europäischen Markt streben Opel bis 2028 und Hyundai bis 2035 an. Auch Ford plant sukzessive mit einem vollständig elektrischen Repertoire auf dem europäischen Markt: Bis 2026 soll jeder Neuwagen mindestens ein Hybrid sein, bis 2030 dann ein eAuto. 

Global gesehen jedoch bleibt der vollständige Umstieg auf eMobility für die Hersteller eine Standortfrage. So kündigte VW an, in Europa zwischen 2033 und 2035, und in den USA und China wenig später endgültig aus dem Geschäft mit Verbrennungsmotoren aussteigen zu wollen. In anderen Regionen, wie Südamerika oder Afrika, werde der Wechsel laut Angaben des Konzerns aufgrund politischer und infrastruktureller Rahmenbedingungen noch länger dauern. 

Ähnlich unverbindlich äußert sich auch Mercedes: Klimaneutralität und eine vollelektrische Flotte bis 2039 “wo es die Marktbedingungen zulassen” ist das erklärte Ziel des Herstellers. 

Umstieg mit offenem Zeitrahmen 

Schließlich gibt es noch einige Automarken, die bereits den elektrischen Umstieg im Blick haben, aber noch kein genaues Datum dazu benennen. So sehen sich beispielsweise Daimler und Alpine zukünftig ebenfalls in der eMobility, haben diesem Plan jedoch noch in keinen zeitlichen Rahmen gesetzt. Ähnlich halten sich auch BMW und Peugeot eine vollelektrische Zukunft offen, planen jedoch fest für jede Reihe bzw. jedes Modell ein entsprechendes eAuto. Insbesondere BMW verkündet Ambitionen für “das grünste Elektroauto der Welt”.  

Fazit: Die Zukunft der Automobilindustrie ist elektrisch 

Zusammenfassend wird sichtbar, dass sich große Konzerne, Luxusmarken sowie günstigere Hersteller mit Entschlossenheit in Richtung eMobility bewegen. Bei den meisten Herstellern ist die umfassende Elektrifizierung bereits gegenwärtig oder sehr absehbar, nur für sehr wenige ist sie noch ein Jahrzehntprojekt.

Trotz der unterschiedlichen Zielsetzungen hinsichtlich der Umsetzungszeit ist sich die Branche jedoch offensichtlich einig darüber, dass eine vollständige Wende vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb unverzichtbar ist, um als Hersteller nachhaltig zu agieren und zukunftsfähig zu bleiben. 

 

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