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Die 7 größten Mythen über Elektroautos 

Die Elektromobilität gewinnt immer mehr an Interesse: Nach Angaben des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) sind im Jahr 2022 weltweit bereits mehr als 17,5 Millionen Fahrzeuge im Gebrauch, und die Trendkurve bei den Verkaufszahlen zeigt weiter steil nach oben. 

In diesem Jahr wurden weltweit bereits 6 Millionen eAutos mehr verkauft als im Vorjahr. Die Nachfrage ist groß und als Reaktion darauf kündigen viele Autohersteller weitere massive Investitionen in Batterietechnik und eMobility an. 

Doch mit diesem technologischen Wandel haben sich in der Öffentlichkeit einige Fehlinformationen verfestigt. Wir stellen 7 der größten Mythen über Elektromobilität vor und unterziehen sie einem gründlichen Faktencheck:  

Mythos 1: Elektrofahrzeuge (EVs) sind in der Anschaffung teuer. 

Fakt: Es ist wahr, dass Elektrofahrzeuge in der Anschaffung teurer sind als Autos mit Verbrennungsmotor, aber Steuererleichterungen, Subventionen und niedrige Betriebs- und Wartungskosten gleichen die Mehrkosten beim Kauf innerhalb weniger Jahre aus.  So sind die Betriebs- und Wartungskosten eines Elektrofahrzeugs um rund 50 % niedriger. Elektroantriebe haben weniger Fahrzeugteile, die schnell verschleißen, wie etwa Kupplung und Getriebe, die damit deutlich länger genutzt werden können. Außerdem entfallen Ölwechsel und Abgasuntersuchungen. 

Mythos 2: Die Batterieproduktion ist nicht klimafreundlich. 

Fakt: Die Produktion von Batterien für eAutos hat im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen eine äußerst geringe CO₂-Bilanz. Eine Studie der Technischen Universität Wien zeigt, dass die CO₂-Emissionen pro produzierter kWh bei den Batterieherstellern um etwa ein Drittel niedriger sind als bei den herkömmlichen Automobilherstellern. Darüber hinaus haben die meisten Batteriehersteller Maßnahmen ergriffen, um ihre CO₂-Emissionen weiter zu senken. 

Mythos 3: Der Elektroauto-Markt ist nicht stabil. 

Fakt: Der Markt für Elektroautos ist bereits sehr stabil. Weltweit sind bereits mehr als 17,5 Millionen Elektroautos im Einsatz, und es wird erwartet, dass jedes Jahr noch viel mehr verkauft werden. Es handelt sich um einen sehr dynamisch wachsenden Markt, der zu zunehmenden Skalierungseffekten und niedrigeren Kosten für die Hersteller führt. Außerdem nimmt die Zahl der Ladestationen rapide zu, was dazu beiträgt, dass eFahrzeuge für die Verbraucher noch attraktiver werden. 

Mythos 4: Ein Elektroauto zu Hause aufzuladen ist zu teuer und zu kompliziert. 

Fakt: Viele Haushalte in Deutschland haben bereits eine private Ladestation auf ihrem Grundstück installiert. Die Installationskosten dafür werden in der Regel von den Bundesländern oder Kommunen im Rahmen von Förderprogrammen für Elektromobilität übernommen. Der zum Laden genutzte Strom wird ebenfalls oft vom Gesetzgeber oder den Energieversorgern subventioniert, wenn er aus erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windenergie stammt. Gleichzeitig existiert bereits ein ausgedehntes öffentliches Ladenetz, an Orten des täglichen Bedarfs, wie Einkaufszentren, Parkplätzen, Supermärkten und Tankstellen. Einige Unternehmen bieten zudem Ladestationen direkt auf dem Firmengelände für Mitarbeitende mit Elektrofahrzeug an.   

Mythos 5: Solarzellen werden nie genug Strom für ein Elektroauto liefern. 

Fakt: Obwohl Solarmodule nur bei Tageslicht Strom erzeugen, können sie tagsüber genug Energie für viele Haushalte und kleine Unternehmen produzieren – auch für Ladestationen für eAutos. Zudem ist es durch die Kombination von Solarzellen und Batteriespeichersystemen möglich, 24 Stunden am Tag selbst erzeugten, grünen Strom zur Verfügung zu haben. Dabei wird die tagsüber von den Solarzellen erzeugte, überschüssige Energie für die spätere Nutzung in der Nacht oder bei bewölktem Wetter gespeichert. 

Mythos 6: Eine Elektrifizierung des Verkehrs verringert die Umweltverschmutzung nicht, da die Stromerzeugung immer noch stark auf fossile Brennstoffe wie Kohlekraftwerke angewiesen ist. 

Fakt: In Wirklichkeit ist die eMobility eine der effektivsten Möglichkeiten zur Verringerung der CO₂-Emissionen im Verkehr, weil sie uns ermöglicht, erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie anstelle von fossilen Brennstoffen zu nutzen. Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen nach Angaben des Umweltbundesamtes um mindestens 65 % gesenkt werden. 

Mythos 7: Für Pendler oder Langstrecken lohnen sich eAutos nicht. 

Fakt: Eine weitverbreitete Befürchtung ist, mit dem Elektroauto keine längeren Strecken zurücklegen zu können, weil unterwegs zu wenige Ladestationen zur Verfügung stehen. Verunsicherung besteht außerdem darüber, dass Ladevorgänge möglicherweise zu langen, unerwünschten Wartezeiten führen. Mit der zunehmenden Anzahl von Ladestationen entlang der Hauptverkehrsstraßen in Europa und anderen Teilen der Welt ist dies jedoch nicht mehr der Fall – es besteht keine Gefahr, dass ein eAuto mit leerer Batterie stehen bleibt. Hinsichtlich der Dauer eines Ladevorganges, so dauert das Volltanken eines eAutos natürlich länger verglichen mit dem Tanken eines Verbrennerfahrzeugs an einer herkömmlichen Tankstelle. Hier hilft ein Perspektivenwandel: die Ladedauer von 20 bis 30 Minuten an einer Schnellladestation können genutzt werden, um eine kleine Pause einzulegen, sich die Beine zu vertreten oder eine Tasse Kaffee zu trinken – besonders bei längeren Fahrten durchaus eine willkommene Abwechslung.  

Zudem wird durch die ständige Verbesserung der Technologie und der Produktionsmethoden die Leistung der Batterien von Jahr zu Jahr besser. Die Batterien der heutigen eAutos bieten genügend Leistung für den täglichen Pendlerverkehr. Die meisten eFahrzeuge erreichen mit einer vollen Ladung eine Reichweite von durchschnittlich 300 bis 400 Kilometern. 

Die Zukunft ist elektrisch 

Elektrisch betriebene Fahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Mobilität und für den Erhalt der Umwelt. Zum einen bieten die aktuellen Förderprogramme große Kaufanreize und das Laden eines eAutos ist trotz der derzeit sehr hohen Strompreise immer noch deutlich günstiger als das Tanken von fossilen Kraftstoffen.   

Zum anderen ist ein Elektrofahrzeug im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrennungsmotor die deutlich umweltfreundlichere Wahl – besonders, wenn darauf geachtet wird, dass der Strom, den man tankt, aus erneuerbaren Quellen stammt oder sogar eigene Ökostromquellen wie Solaranlagen verwendet werden.  

Letztlich bieten Elektrofahrzeuge mehr Leistung bei geringerem Kraftstoffverbrauch, weniger Lärm und ein angenehmeres Fahrerlebnis. Es ist an der Zeit, sich diese Technologie zu eigen zu machen und sie zum langfristigen Nutzen der Umwelt einzusetzen. 

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