Förderungen und Vergünstigungen für Elektromobilität

Mit der Entscheidung für ein Elektroauto setzen Sie sich aktiv für den Erhalt unserer Umwelt ein. Und das wird von Bund und Ländern mit diversen Förderungen und Vergünstigungen belohnt, die nicht nur den Kauf eines Elektrofahrzeugs, sondern auch den Aufbau von Ladeinfrastruktur anregen und unterstützen sollen. Wir zeigen Ihnen hier welche Förderungen Ihnen zustehen.

Sollten Sie Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ladeinfrastruktur brauchen helfen wir Ihnen gerne.


1. Deutschlandweite Förderungen

Für die Verbesserung der Umweltqualität bezuschusst die Bundesregierung unter anderem den Erwerb von Elektroautos und den Ausbau von Ladeinfrastruktur. Außerdem werden steuerliche Vergünstigungen gewährt.

a) Corona-Konjunkturpaket

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise einzudämmen, hat der Bund ein großes Hilfspaket geschnürt.  Die Wichtigsten Auswirkungen auf die Elektromobilität hier einmal im Überblick:

  • Verdopplung des Umweltbonus-Anteils des Bundes  (zusätzlich bis zu 3.000€)
  • KFZ-Steuer Befreiung bis 2030 verlängert
  • Erweiterung der reduzierten Dienstwagenbesteuerung bis zu einem Listenpreis von 60.000€
  • 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Ausbau von Ladeinfrastruktur und Batteriezellenfertigung (inkl. Forschung)
  • EEG-Umlage wird schrittweise gesenkt
  • Die Mehrwertsteuer wird um 3% gesenkt (indirekte Auswirkung auf die eMobility)

b) Umweltbonus für Elektroautos und Plug-in-Hybrid

Der Umweltbonus wird zur Hälfte vom Hersteller und zur Hälfte vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) getragen. Gefördert werden Elektroautos und Plug-in-Hybride, die auf der Liste förderfähiger Elektroautos stehen.

Was?
  • Elektroautos
  • Plug-in-Hybride
Wie viel?
  • Elektroautos (Nettolistenpreis bis 40.000€ ) je 6.000€ (3.000€  Hersteller+ 3.000€ Bund)
    Für alle Elektrofahrzeuge über 40.000€ ist die Fördersumme geringer.
    Update Corona-Konjunkturpaket: 9.000€ (3.000€  Hersteller+ 6.000€ Bund)
  • Plug-in-Hybride (Nettolistenpreis bis 40.000€,) je 4.500€ (2.250€  Hersteller + 2.250€ Bund).
    Für alle Plug-in-Hybride über 40.000€ ist die Fördersumme geringer.
    Update Corona-Konjunkturpaket: 6.750 (2250€  Hersteller + 4.500€ Bund)
Wer?
  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

c) Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland

Die Förderrichtlinie für Elektrofahrzeuge wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gewährt. Unterstützt wird der Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ziel ist es den Aufbau eines flächendeckenden und bedarfsgerechten Netzes mit 15.000 Schnell- und Normalladestationen zu initiieren. Mehr dazu in unserem Beitrag über Förderungen zur Ladeinfrastruktur. Um Ihre Ladeinfrastruktur öffentlich zugänglich machen zu können und die Ladevorgänge abzurechnen, müssen Sie diese mit einer Software für Abrechnung und Zugangskontrolle ausstatten. Hier finden Sie mehr Informationen zu unserem Backend.

Was?
  • Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme öffentlich zugänglicher Schnell- und Normalladepunkte, sowie deren Netzanschluss
Wie viel?
  • Normalladepunkte (bis 22kW) je mit 40% (bis zu 2.500€)
  • Schnellladepunkte (ab 22kW) je bis zu 50% (bis zu 30.000€)
  • Netzanschluss – Niederspannung je Standort mit 60% (bis zu 5.000€)
  • Netzanschluss – Mittelspannung je Standort mit 60% (bis zu 50.000€)
Wer?
    • Privatpersonen
    • Unternehmen
    • Gewerbetreibende
    • gemeinnützige Organisationen
    • Kommunen

d) BMVI Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“

Die Förderung ist speziell an kleine und mittelständische Unternehmen gerichtet. Damit will das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) den Ausbau der Lademöglichkeiten insbesondere an attraktiven Zielorten des Alltags, wie Parkplätzen von Supermärkten, Restaurants, Hotels oder Freizeiteinrichtungen, vorantreiben. Was genau es zu beachten gilt, finden Sie in unserem Beitrag zur KMU Förderung.

Was?

Ausgaben für die erstmalige Beschaffung und Errichtung von öffentlich zugänglichen, intelligenten Ladestationen. Verpflichtend ist mindestens ein fest installierter Ladepunkt.

Wie viel?

  • Normalladepunkte (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW): bis zu 80% der Gesamtkosten, maximal 4.000 € pro Ladepunkt
  • Schnellladepunkte (ausschließlich DC) (22 kW bis max. 50 kW): bis zu 80% der Gesamtkosten, maximal 16.000 € pro Ladepunkt
  • Anschluss an Niederspannungsnetz inkl. Installations- und Aufbaukosten: 80% der Gesamtkosten, maximal 10.000 € Förderung pro Standort
  • Anschluss an Mittelspannungsnetz: 80% der Gesamtkosten, max. 100.000 € Förderung pro Standort

Wer?

  • natürliche Personen;
  • Unternehmen, wenn sie unter die KMU-Definition der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der KMU (ABL. EG L 124/36) fallen. Ausgenommen sind Gesellschaften bürgerlichen Rechts;
  • Gebietskörperschaften.

e) KfW-Umweltprogramm für günstige Kredite

Das KfW-Umweltprogramm wird ebenso von der Kreditanstalt für Wiederaufbau angeboten. Es handelt sich um günstige Förderkredite für Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dazu zählt auch die Förderung von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie deren Ladestationen.

Was?
  • Günstige Finanzierung von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie deren Ladeinfrastruktur
Wie viel?
  • Kredit bis zu 25 Mio. € pro Vorhaben im In- und Ausland
  • Ab 1,03% effektiver Jahreszins
Wer?
  • Unternehmen
  • FreiberuflerInnen

f) KFZ-Steuerbefreiung

Für Elektroautos, die  bis Ende 2025 zugelassen werden wird 10 Jahre lang keine KFZ-Steuer erhoben.
Update Corona-Konjunkturpaket: Die Befreiung wurde bis Ende 2030 verlängert.

g) 0,25%-Regelung für reine Elektroautos

Für private genutzte Dienstwagen wurde die Versteuerung des Geldwertenvorteils für Elektroautos von einem Bruttolistenpreis bis 40.000€ von 1% auf 0,25% gesenkt. Plug-in-Hybride wurden von 1% auf 0,5% gesenkt.
Update Corona-Konjunkturpaket: die 0,25%-Regelung gilt jetzt auch für Fahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis von bis zu 60.000€

Für spezifischere Informationen zu steuerlichen Vorteilen für Elektroautos geht es hier.

h) KfW Förderung für private Ladestationen an Wohngebäuden

Die Investitionszuschüsse sind eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW vergeben. Ziel der Fördermaßnahme ist es, Privatpersonen beim Umstieg auf die Elektromobilität zu unterstützen und hierfür den Ausbau der Ladeinfrastruktur im privaten Bereich voranzutreiben. Mehr Informationen finden Sie in unserem Beitrag zur KfW Förderung.

Was?

  • Förderung für die Errichtung neu installierter, privater (nicht öffentlich zugänglicher) Ladestationen an bestehenden Wohngebäuden

Wie viel?

  • 900€ je Ladepunkt

Wer?

Träger von Investitionsmaßnahmen im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden wie z.B.:

  • MieterInnen
  • EigenheimbesitzerInnen
  • VermieterInnen

2. Regionale Vergünstigungen und Förderungen.

a) Förderungen auf Länderebene

Einige Länder bieten zusätzliche Förderungen an. Fast alle fördern verstärkt den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur und Berlin gewährt auch Mittel für private Ladestationen. Hessen fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Thüringen vergibt Gelder für die Umrüstung zu Elektrofahrzeugen. So setzt sich jedes Bundesland auf seine Weise für die Elektromobilität ein. Welche Unterstützung es in welchen Ländern gibt, können Sie zum Beispiel auf dem eMobilServer erfahren.

b) Zuschüsse von Energieversorgern

Da Energieunternehmen auf lange Sicht auch von der Elektrifizierung profitieren, werden teilweise kleine Boni für den Erwerb von Elektrofahrzeugen oder Ladestationen angeboten. Hier finden Sie einige dieser Energieversorger.

c) Zuschüsse von Städten und Gemeinden

Auch einige Städte und Gemeinden, wie die Stadt München oder die Gemeinde Unterschleißheim, setzen sich mit eigenen Programmen für elektrisches Fahren ein. Am besten informieren Sie sich direkt in Ihrem Rathaus oder Gemeindezentrum.

Sie haben weitere Fragen zu Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und Softwarelösungen?

Aktuelle Beiträge

Symbol Parkplatz für E-Fahrzeuge

Förderung: „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“

Mit dem flächendeckenden bundesweiten Ausbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur will das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Umstieg auf…

Mehr

Case Study – BrauKon

BrauKon setzt auf Nachhaltigkeit – intelligente Ladestationen für MitarbeiterInnen und Gäste Case Study eMobility: Der Brauanlagenbauer in Seeon-Seebruck am…

Mehr

Case Study – Stadt Herrieden

MitarbeiterInnen der Stadt Herrieden laden elektrisch – Eine Investition in die grüne Mobilität. Um die Mobilitätswende zu erreichen, muss der…

Mehr

Installation und Inbetriebnahme leicht gemacht: Das Bundle.

Als abgestimmte Gesamtlösung steht das Bundle für den Kickstart in die eMobility. Die intelligente Ladestation vereint nutzerfreundliche Software und…

Mehr

Die neue reev App stellt sich vor

Als abgestimmte Gesamtlösung steht das Bundle für den Kickstart in die eMobility. Die intelligente Ladestation vereint nutzerfreundliche Software und leistungsstarke…

Mehr

Case Study Wohnobjekt Lättenstrasse

Drei Ladestationen in der Lättenstrasse sichern die unabhängige Mobilität der BewohnerInnen eines Schweizer Wohnobjekts und zeigen, wie unkompliziert Ladelösungen für…

Mehr

Wissenswertes zu Carsharing & welche Anbieter eCarsharing ermöglichen

Carsharing boomt. Bis Anfang 2021 haben sich bereits über 2,9 Millionen NutzerInnen in Deutschland bei verschiedensten Anbietern registriert. Das ist…

Mehr

Neue Förderung: „Ladeinfrastruktur vor Ort“ – Was Unternehmen beachten sollten

Das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) will den Ausbau eines flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladenetzwerks vorantreiben, insbesondere an attraktiven…

Mehr

Kurz und knapp: das GEIG einfach erklärt

Was steckt hinter dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz? Die Bundesregierung hat jetzt mit einem umfassenden Gesetz den Weg für die eMobility frei gemacht.

Mehr