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Elektrofahrzeuge sicher laden (1/2): Hardwaresicherheit

Elektrofahrzeuge sicher laden (1/2): Hardwaresicherheit

Sichere Ladeinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Elektromobilität. Neben regulatorischen Anforderungen kommt es vor allem auf eine fachgerechte Planung, Installation und Wartung der Hardware an.

Der Zugang zu betriebssicheren und zuverlässigen Lademöglichkeiten ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für den kontinuierlichen Ausbau der Elektromobilität. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland seit 2016 die Ladesäulenverordnung (LSV). Sie legt bundesweit verbindlich fest, welche Mindestanforderungen an die technische Sicherheit von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eingehalten werden müssen.

Als Betreiber sollte man sich beim Aufbau und Betrieb einer Ladestation sorgfältig mit dem Thema Hardwaresicherheit auseinandersetzen. Nachfolgend finden Sie zentrale Aspekte für einen sicheren Ladebetrieb.

Planung und Vorbereitung

Bereits in der Planungsphase empfiehlt es sich, großen Wert auf die Sicherheit der Ladeinfrastruktur zu legen. Inbetriebnahme und Wartung der Ladestationen sollten ausschließlich von auf eMobility spezialisierten Elektrofachkräften durchgeführt werden, um einen sicheren und normgerechten Betrieb zu gewährleisten.

Sicherheit der Ladestation

Bei neueren Wallboxen kann der verwendete Stecker sowohl von Seiten der Station als auch vom Fahrzeug aus gegen Diebstahl und unbefugtes Entfernen verriegelt werden. Dadurch wird unautorisiertes Abstecken verhindert. Für öffentliche oder halböffentliche Ladepunkte empfiehlt sich zudem die Verwendung eines fest integrierten Ladekabels.

Um ein störungsfreies Laden sicherzustellen, darf die maximal mögliche Ladeleistung nicht überschritten werden. Wallbox, Ladekabel und Fahrzeug stehen während des Ladevorgangs in kontinuierlicher Kommunikation. Dabei werden Informationen zur Ladebereitschaft und zur maximal möglichen Ladeleistung ausgetauscht. Da stets die schwächste Komponente im System die maximale Leistung bestimmt, wird eine Überlastung zuverlässig verhindert.

Zur zusätzlichen Sicherheit liegt am Stecker erst dann Spannung an, wenn der Kontakt zwischen Ladestation und Fahrzeug fehlerfrei aufgebaut wurde. Ergänzend sorgen RCD-Schutzschalter (FI-Schalter) sowie Leitungsschutzschalter dafür, dass der Stromkreis bei Fehlerströmen, Überlastung oder Defekten automatisch unterbrochen wird.

Laden im eigenen Zuhause

Neben öffentlichen oder halböffentlichen Ladepunkten besteht die Möglichkeit, eine Ladestation für private oder beruflich genutzte Elektrofahrzeuge im eigenen Zuhause zu installieren. Vorab sollte geprüft werden, ob die vorhandene elektrische Infrastruktur dafür geeignet ist.

Zwar ist es grundsätzlich möglich, Elektrofahrzeuge über eine herkömmliche Haushaltssteckdose zu laden. Aus Sicherheitsgründen ist davon jedoch abzuraten, da diese Steckdosen nicht für eine dauerhaft hohe Leistungsaufnahme ausgelegt sind. Es besteht die Gefahr von Überhitzung oder im schlimmsten Fall eines Brandes.

Langfristig empfiehlt sich daher auch im privaten Bereich die Installation einer Wallbox mit moderner Sicherungs- und Kommunikationstechnik. Diese ist für hohe Dauerlasten konzipiert und ermöglicht zudem deutlich schnellere Ladevorgänge.

Sicherheit des Stromnetzes: Lade- und Lastmanagement

Mit der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen gewinnt ein intelligentes Lade- und Lastmanagement zunehmend an Bedeutung. Es sorgt dafür, dass Ladepunkte optimal genutzt und Überlastungen des Stromnetzes vermieden werden.

Durch die gezielte Steuerung und Verteilung der verfügbaren Leistung zwischen Netzanschluss und Ladestationen werden Lastspitzen reduziert und die Netzstabilität gewährleistet.

Einhaltung des Mess- und Eichrechts

Seit 2019 muss Ladeinfrastruktur für eMobility die Anforderungen des deutschen Mess- und Eichrechts erfüllen. Die in Ladestationen integrierten Elektrizitätszähler müssen den tatsächlichen Stromverbrauch einheitlich und rechtlich verbindlich erfassen.

Ladevorgänge können dadurch kWh-genau nachvollzogen und verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Das Eichrecht stellt somit Transparenz und Rechtssicherheit sicher und stärkt das Vertrauen der FahrerInnen.

Regelmäßige Wartung

Nach den Unfallverhütungsvorschriften (UVV) dürfen ausschließlich Ladestationen in einwandfreiem Zustand betrieben werden. Betreiber sollten ihre Ladeinfrastruktur daher regelmäßig auf elektrische Sicherheit prüfen lassen.

Empfohlen wird eine umfassende Wartung inklusive Funktionsprüfung. Dabei werden sämtliche Bauteile der Ladeinfrastruktur auf ihren Zustand überprüft. So lassen sich potenzielle Sicherheitsrisiken – etwa Brandgefahren oder technische Defekte – frühzeitig erkennen und beheben.

Die Wartung kann durch geschulte Elektrofachkräfte erfolgen oder vertraglich mit dem Dienstleister der Ladelösung vereinbart werden.

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