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THG-Quote – Was Sie als Betreiber von Ladeinfrastruktur wissen müssen  

Sie besitzen Elektroautos in Ihrem Fuhrpark und betreiben Ladestationen? Dann haben Sie die Möglichkeit, von dem THG-Quotenhandel zu profitieren. Mit dem Inkrafttreten einer neuen Verordnung (38. BImSchV) im Januar 2022 ist die THG-Quote für eAutofahrerInnen und Betreiber von Ladestationen relevant geworden. Sie soll Anreize zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor schaffen.  

Zusätzlich gibt es konkrete staatliche Auflagen, die Sie berücksichtigen und umsetzen müssen, um mit Ihrer bestehenden Ladeinfrastruktur einen Mehrwert generieren zu können. Daher informiert Sie dieser Blog über das Thema THG-Quoten, warum Ladestationen eichrechtskonform sein müssen, warum eine Meldung an das Umweltbundesamt erforderlich ist und wie sie vor allem öffentliche Ladesäulen für die THG-Quoten nutzen können.

Wie funktioniert die THG-Quote?  

Die THG-Quote  verpflichtet Mineralölkonzerne, die in Deutschland Diesel oder Benzin vertreiben und handeln, ihre CO2-Emissionen um einen festen Prozentsatz (Quote) mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten zu reduzieren. Diese Quote wird nach Schätzungen in den Folgejahren kontinuierlich ansteigen und im Jahr 2030 sogar bei rund 25 Prozent liegen. Sowohl für die Betreiber von Ladeinfrastruktur als auch für die FahrerInnen von Elektrofahrzeugen ergeben sich viele zusätzliche Mehrwerte:

Denn mit der Nutzung von eAutos sowie mit der Bereitstellung von öffentlichen Ladestationen tragen FahrerInnen von Elektrofahrzeugen, aber auch Betreiber von Ladeinfrastruktur aktiv zur Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen bei. Sie müssen lediglich die pauschal angerechneten CO2-Emissionen beim Umweltbundesamt beantragen, um sie anschließend den zur Reduktion verpflichteten Mineralölkonzernen zum Kauf anzubieten. 

Wie hoch ist die THG-Quote aktuell?

Mit der reev THG-Quote erhalten Sie derzeit einen Pauschalbetrag von aktuell 300€ für jedes reine Elektrofahrzeug in Ihrer Flotte. Für jede geladene kWh an öffentlichen Ladestationen erhalten Sie zusätzlich 15 Cent pro kWh.

 

THG-Quote für öffentliche Ladesäulen  

An jedem öffentlich zugänglichen Ladepunkt, den Sie betreiben, können Sie über die THG-Quote zusätzliche Einnahmen generieren. Voraussetzung ist, dass an den Ladepunkten mindestens Ad Hoc Laden als Nutzergruppe aktiviert ist und die Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur registriert wurden.  

Was sind Voraussetzungen für die Einforderung der THG-Quote für öffentlich zugängliche Ladepunkte? 

  • Die Ladegruppe muss eichrechtskonform und öffentlich zugänglich im Sinne der Ladesäulenverordnung (LSV) sein.  
  • An den Ladepunkten muss mindestens das Ad Hoc Laden als Nutzergruppe aktiviert sein. Das eRoaming ist in diesem Fall kein Muss, kann aber zusätzlich aktiviert werden.
  • Die Ladepunkte müssen bei der Bundesnetzagentur angemeldet worden sein.  
  • Der Fördermechanismus der THG-Quote ist ein deutsches Instrument, daher ist die Anwendung nur in Deutschland zulässig. 

Warum muss die Ladesäule für das Anrechnen der THG-Quote eichrechtskonform sein? 

Die gesetzlichen Vorgaben schreiben die Eichrechtskonformität für die korrekte Erfassung und transparente Abrechnung von kostenpflichtigen Ladevorgängen beim öffentlichen Laden vor. Die in Ladestationen installierten Elektrizitätszähler müssen eichrechtskonforme Messungen gewährleisten, um den Stromverbrauch rechtssicher angeben zu können. 

Neben der LSV (Ladestationsverordnung) gibt es auch das sogenannte Eichrecht-Gesetz, das im Jahr 2015 in Kraft getreten ist. Aufgrund von Sonderregelungen, Fristverlängerungen und anderen Vorschriften ist das Gesetz erst seit dem 1. April 2019 vollumfänglich anwendbar. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier: Eichrecht in der eMobility Unterschiedliche Handhabungen auf Landesebene, Kulanzfristen und Ausnahmeregelungen der örtlichen Eichbehörden haben auch hier die Umrüstungsfrist der Ladestationen in die Länge gezogen. 

Ergänzend sei an dieser Stelle erwähnt, dass eichrechtskonforme Ladestationen in Deutschland zwingend erforderlich sind, um die Ladevorgänge gegenüber Dritten abrechnen zu können. Eine verbindliche Aussage über die Einreichung der exportierten Belege beim Finanzamt können wir als reev jedoch nicht treffen. 

Damit wir bei reev unsere KundInnen und uns selbst rechtlich absichern können, bieten wir das öffentliche Laden nur noch für eichrechtskonforme Ladestationen und damit natürlich auch die Nutzung von THG-Quoten an öffentlichen Ladestationen an. 

Wird jede an der öffentlichen Wallbox geladene kWh subventioniert?      

Für jede geladene kWh erhalten Sie derzeit 15 Cent. Dies gilt für alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte und unabhängig davon, welche eFahrzeuge an diesen Ladepunkten geladen werden und ob die NutzerInnen in Ihren Systemen angelegt sind. Dank der verbrauchsabhängigen Erfassung (pro kWh), die unter anderem mit dem reev Dashboard Pro möglich ist, können Sie sich alle bisherigen Ladevorgänge des laufenden Kalenderjahres rückwirkend auf die THG-Quote anrechnen lassen. 

Wo kann ich die THG-Prämie beantragen?

Das Umweltbundesamt (UBA) ist für die Überprüfung der Voraussetzungen für die Anrechnung von elektrischem Strom auf die THG-Quoten zuständig. Das UBA stellt zudem die entsprechenden Zertifikate aus. Als Ladeinfrastrukturbetreiber müssen Sie die Ausstellung des Zertifikats nicht selbst beantragen. Dies übernimmt Ihr eMobility-Dienstleister, beispielsweise reev.   

Ist eine parallele Meldung an das Umweltbundesamt notwendig, welche die Mengen für THG-Quote bescheinigt?

Auf der Grundlage der Bescheinigungen kann eine Anrechnung auf die Treibhausgasquote eines verpflichteten Unternehmens erfolgen. Dieser sogenannte „Quotenhandel“ liegt jedoch nicht im Zuständigkeitsbereich des Umweltbundesamtes. Er wird von einem Dienstleister durchgeführt. Gerne übernimmt reev die Abwicklung für Sie, so dass für Sie kein Aufwand entsteht.  Informieren Sie sich, wie Sie von der THG-Quote in Ihrem reev Dashboard Compact oder Pro profitieren können. 

Sie möchten sich umfangreich über das Thema THG-Quote informieren und erfahren, wie Sie Ihre Ladeinfrastruktur damit wirtschaftlich betreiben können?
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