Wieso Elektromobilität im Neubau von Anfang an eingeplant werden sollte

Wohn- und Gewerbeimmobilien werden zunehmend mit Elektromobilität ausgestattet, um die steigende Nachfrage nach Lademöglichkeiten zu decken. In Zukunft wird Elektromobilität wachsen – dadurch stellt sich die Frage, wie Gebäude entsprechend auf den Ausbau von Ladeinfrastruktur vorbereitet werden können.

 

Vermarktungsgrundlage durch Elektromobilität schaffen

Laut Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) ist die Vorrüstung für Ladeinfrastruktur bereits vorgeschrieben: Für Neubauten ab einer bestimmten Stellplatzanzahl sowie für Bestandsgebäude, an denen umfassende Renovierungen vorgenommen werden. Das heißt, bei der Bauplanung muss die Elektromobilität in Zukunft von Anfang an mitgedacht werden – egal ob Mehrfamilien- oder Reihenhäuser mit Privatparkplätzen oder Gewerbeimmobilien mit Büros, Mitarbeiterparkplätzen oder öffentliche Parkhäuser.

Die Investition in Ladeinfrastruktur lohnt sich für Eigentümer und Investoren: Wenn die technischen Vorkehrungen bereits beim Bau getroffen werden, können MieterInnen Wallboxen anschließend ohne viel Aufwand installieren lassen. Ein stufenweiser Ausbau der Ladestationen ist dann nach Bedarf zu jedem Zeitpunkt kosteneffizient möglich und steigert den Wert und die Attraktivität der Immobilie für KäuferInnen und MieterInnen erheblich.

Die Ausstattung mit einer Basisinfrastruktur für Elektromobilität ist notwendig, damit das Gebäude aktuellen Baustandards entspricht. Durch vorausschauende Planung und durchdachte Konzepte können zudem kostspielige nachträgliche Umbauten vermieden werden.

 

eMobility Konzept für effiziente und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur

Doch es gibt auch aus Sicht der Elektrotechnik eine Vielzahl an Argumenten, die für eine rechtzeitige Einplanung der Elektromobilität sprechen. „Gerade bei Neubauten ist es sinnvoll, frühzeitig durch Vorinstallationen die Basis für skalierbare Ladelösungen zu legen, die sich bei Bedarf einfach und effizient erweitern lassen“ erklärt Eduard Schlutius, CEO von reev.

Dafür entwirft der eMobility-Dienstleister in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Planungsbüro ein Konzept: darin wird unter anderem geklärt, um welchen konkreten Anwendungsfall es sich handelt, also wie viele eFahrzeuge zu welcher Uhrzeit und für welche Dauer geladen werden, und wie die verfügbare Hausanschlussleistung entsprechend optimal genutzt werden kann. Auf Grundlage dessen wird durch ein intelligentes, dynamisches Lastmanagement das Stromnetz so ausgerichtet, dass die Ladeinfrastruktur ohne Leistungserhöhung und mit dem zur Verfügung stehenden Strom auskommt.

„Um langfristig stabile und energetisch sinnvolle Systeme aufzubauen, muss ein einheitliches Konzept verfolgt werden. Deshalb ist es sinnvoll, die energetischen Anforderungen bei der Planung von Neubauten von Anfang an zu berücksichtigen.“ So Maximilian Boss, Geschäftsführer von reev solutions, ein auf eMobility spezialisierter Elektrofachbetrieb, der eng mit reev zusammenarbeitet.

Dank dieser gesamtheitlichen Planung wird sichergestellt, dass die notwendigen Platzreserven und Technikflächen eingehalten werden und gleichzeitig der potenzielle spätere Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bauablauf berücksichtigt wird.  Anschlussleistungen werden vorbereitet und müssen im Nachhinein nicht stetig neu erweitert werden. Darüber hinaus wird im eMobility-Konzept auch die Art und Weise festgehalten, wie das Eigentum verwaltet und wer den Betrieb der Ladeinfrastruktur übernehmen wird. Auf Basis dieser Informationen wird die entsprechende Lizenz für die Steuerung und Verwaltung der Ladevorgänge ausgewählt, um eine passgenaue Nutzung zu ermöglichen.

 

Projektschritte der Elektromobilitätsausstattung für Ihr Bauvorhaben  

Die Elektromobilitätsausstattung in Neubauten erfolgt in der Regel in drei Projektschritten:

  1. Im ersten Schritt finden die Planung und Beratung statt, aus dem ein eMobility-Konzept mit Detailplanung resultiert. Dieses entsteht in gemeinsamer Planung mit dem eMobility-Dienstleister und dem beteiligten Planungsbüro.
  2. Daraufhin folgt die Wahl einer passenden Hardware mit gegebenenfalls bereits integrierter Software, mit der die Steuerung der Ladeinfrastruktur ermöglicht wird.
  3. Im dritten Schritt folgen die fachgerechte technische Grundinstallation und die Inbetriebnahme der Ladestationen, falls diese gewünscht wird. Je nach Bedarf kann die Grundinstallation zu einem späteren Zeitpunkt einfach, kosteneffizient und modular erweitert werden.

 

 

 

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