Worauf ist beim öffentlichen Laden zu achten?

Zum Restaurant, zum Einkaufen, zum Arzt –  mit dem Elektroauto ist man viel unterwegs. Inzwischen ist die öffentliche Ladeinfrastruktur vor allen in Städten sehr gut ausgebaut. Da bietet es sich an, die Zeit zu nutzen und das eAuto während den Erledigungen zum Laden anzuschließen. Aber wie geht das Laden an öffentlichen Ladestationen eigentlich? Wo finde ich solche Stationen? Und wie schalte ich den Ladevorgang frei?  Wir erklären Ihnen, was Sie wissen müssen.

Wo kann ich laden?

Um ein Auto öffentlich zu laden, ist es zunächst notwendig, den Standpunkt der einzelnen Ladepunkte zu finden. Einige Fahrzeughersteller bieten eigene Apps dafür an. Wer auf eine größere Auswahl an Ladepunkten zurückgreifen möchte, kann sich eigenständig bei einem Anbieter anmelden, der Verträge mit verschiedenen Ladesäulenbetreibern abgeschlossen hat. So können FahrerInnen eine Vielzahl an öffentlichen Ladepunkten nutzen. Die Nutzung einer dieser sogenannten eRoaming-Plattformen ist eine der gängigsten Lösung für öffentliches Laden. Aufgrund der Ladesäulenverordnung muss an jeder öffentlichen Ladestation auch Ad Hoc Laden möglich sein d.h spontanes Laden & Bezahlen, ohne dass ein Vertrag mit dem Betreiber der Ladestation abgeschlossen werden muss. Meistens wird hier per Kreditkarte gezahlt. Allerdings sind beim Ad Hoc Laden die kWh-Preise meist teurer als bei anderen Zahlungsmethoden.

Kompatibles Steckersystem finden

Nicht jedes Elektroauto kann an jeder beliebigen Ladesäule geladen werden. Es muss der passende Steckertyp und das passende Kabel vorhanden sein. Die meisten öffentlichen Ladepunkte verfügen über mehr als einen Anschluss. Hier finden Sie eine Übersicht aller vorhandenen Steckertypen und Ladekabel.

Ladesäule freischalten

Um den Ladevorgang an einer öffentlichen Ladesäule freizuschalten, wird entweder eine Chip-Karte (z.B. Kreditkarte), eine App oder eine RFID-Karte benötigt. Die Ladesäule wird direkt freigeschaltet und der Ladevorgang kann beginnen.

Zahlungsabwicklung

Bei den meisten Anbietern von Ladelösungen ist das Hinterlegen der Kreditkartendaten Voraussetzung. Dadurch wird die Kreditkarte automatisch mit dem jeweiligen Betrag des Ladevorgangs belastet, sobald dieser abgeschlossen ist. Durch die Vernetzung unterschiedlicher Anbieter ist es dann möglich, an diversen Ladesäulen mit der selben RFID-Karte das Elektroauto zu laden und den Ladevorgang abzurechnen.

Abrechnungsmöglichkeiten

Aufgrund des Eichrechts müssen Ladevorgänge nach Kilowattstunden abgerechnet werden. Das garantiert FahrerInnen eine transparente Zahlungsabwicklung, die sich nach dem tatsächlichen Verbrauch bemisst. Pauschalbeträge oder Abrechnung nach Zeit gibt es zwar noch, diese müssen seit dem Beschluss zur Eichrechtskonformität von Ladevorgängen aber zügig umgestellt werden.

Lademenge: Der zu bezahlende Preis bezieht sich auf die geladenen kWh, also den Stromverbrauch.

Grundgebühr: Diese Gebühr kann unabhängig von Ladezeit- oder menge anfallen. Der Anbieter berechnet monatlich einen Fixpreis, der zusätzlich zu den einzelnen Ladevorgängen gezahlt werden muss.

Aktuelle Beiträge

Wie Gewerbeimmobilien von Ladeinfrastruktur profitieren

Lademöglichkeiten in Gewerbeimmobilien bieten eine Vielzahl von Vorteilen für EigentümerInnen, InvestorInnen und NutzerInnen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Mehr
residential building new building

Gebäude für die Elektromobilität vorrüsten und als eMobility ready® zertifizieren

Bei Immobilien ist der Einbau von ausbaufähiger Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge – durch die steigende Nachfrage - mittlerweile zum Qualitätsmerkmal und…

Mehr

Neue Förderung für nicht öffentliche Ladeinfrastruktur in Bayern

Die neue Förderrichtlinie ist im Mai 2022 in Kraft getreten. Sie bezuschusst neben gewerblich genutzten eFlottenfahrzeugen auch das Laden von…

Mehr

THG-Quote – Was ist die Treibhausgasminderungsquote und wie können Betreiber von Ladestationen davon profitieren?

Mit Inkrafttreten einer neuen Verordnung, sind THG-Quoten unmittelbar relevant für eAuto FahrerInnen geworden. Doch wie genau funktioniert die neue Regulierung?…

Mehr

Case Study – RegioGrünStrom

Der Ökostromanbieter RegioGrünStrom hat sich 2021 dafür entschieden, sein Angebot als regionaler Energieversorger durch Lademöglichkeiten für Elektroautos zu ergänzen und…

Mehr

Was ist Ad Hoc Laden?

Wenn bei einer längeren Fahrt mit dem eFahrzeug der Akku unerwartet knapp wird, ist es wichtig, eine nahegelegene Ladestation…

Mehr
Office building

Wieso Elektromobilität im Neubau von Anfang an eingeplant werden sollte

Wohn- und Gewerbeimmobilien werden zunehmend mit Elektromobilität ausgestattet, um die steigende Nachfrage nach Lademöglichkeiten zu decken. In Zukunft wird Elektromobilität…

Mehr

Case Study – DATEV

Der IT-Dienstleister DATEV ist bestrebt, Nachhaltigkeit und Innovation gleichermaßen zu fördern: Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens zielt auf Klimaneutralität bis…

Mehr
N-ERGIE car park Parkhaus

Maximilian Boss, Geschäftsführer von reev solutions, über die Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen reev. 

Für einen schnelleren Ausbau von Ladeinfrastruktur arbeitet der Elektrofachbetrieb reev solutions mit dem Softwareunternehmen reev zusammen, indem sie den Einstieg…

Mehr