Ab sofort fördert der Bund intelligente Ladestationen in der Wohnungswirtschaft und damit den Aufbau privater Ladeinfrastruktur.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Förderung gilt ab 24. November 2020
  • Zuschuss von 900 € pro Ladepunkt (eine Ladestation kann mehrere Ladepunkte haben)
  • Für neu installierte, intelligente Ladestationen mit integrierter Software
  • An privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden
  • Für Eigentümer und Eigentümergemeinschaften, MieterInnen und VermieterInnen

„Laden für alle, immer und überall”

…so formuliert Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) das Ziel, das mit der neuen Förderung verfolgt wird. Mit dieser werden erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden vom Bund bezuschusst – mit 900 € pro Ladeanschluss. Gefördert werden intelligente Ladestationen. Sprich: Ladestationen mit Backend und integrierter Software –  wie das von reev.

Hintergrund der Förderung ist zum einen das intensive und stetige Wachstum der eMobility. Aber auch die Tatsache, dass etwa 80 Prozent der Ladevorgänge für eAutos künftig zu Hause stattfinden werden. Der Bund hatte die Mittel für private Ladestationen bereits um weitere 500 Millionen Euro aufgestockt, von ursprünglich 50 Millionen Euro.

Für die neu vorgestellte Förderung sind laut Scheuer zunächst 200 Millionen Euro eingeplant. Deutschland will für den Klimaschutz bis 2030 rund zehn Millionen eAutos auf die Straße bringen. Und unterstützt mit dieser Förderung den Aufbau einer Ladeinfrastruktur – auch zu Hause.

Wer kann Anträge stellen?

Im Groben: Wohnungseigentümergemeinschaften, MieterInnen, EigenheimbesitzerInnen und VermieterInnen.

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, welche die schnelle Umsetzung der Förderung betreut, definiert als Träger der Investitionsmaßnahmen „zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger“.

Was wird gefördert?

Der Kauf und die Errichtung einer fabrikneuen Ladestation für Elektroautos im nicht-öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Zudem der elektrische Anschluss (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland.

Die Förderung in Höhe von 900 € gilt pro Ladepunkt. Eine Ladestation kann aber mehrere Ladepunkte haben. Das heißt, bei Kauf und Installation einer Ladestation mit mehreren Ladepunkten werden 1.800 € gewährt. Bei drei Einzelladestationen beläuft sich der totale Förderbetrag dann auf insgesamt 2.700 € usw.

Was sind die Voraussetzungen, die zu erfüllen sind?

  • Die Ladestation muss intelligent und steuerbar sein (z.B. Ladestationen mit reev Backend)
  • Die Gesamtkosten der Ladestation inkl. Installation müssen mindestens 900 Euro betragen
  • Die einzelne Ladestation muss eine elektrische Normalladeleistung von exakt 11 kW bereitstellen. Leistungsreduktionen sind zulässig, beispielsweise einer 22 kW Ladestation auf 11 kW
  • Der Strom für die Ladelösung muss zu 100% aus erneuerbaren Energien kommen

Wie läuft die Förderung ab?

Die Förderung erfolgt durch einen pauschalen Investitionszuschuss. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der intelligenten Ladestation wird der Förderbetrag von 900 € auf das Bankkonto des CPOs (Charge Point Operators = Betreiber der Ladestation) überwiesen.

Ab wann und wo kann man die Förderung beantragen?

Förderanträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden.

Was muss in der Planung der Ladestation beachtet werden?

Der Kauf der Ladestation darf erst nach Genehmigung Ihres Antrags durch die KfW getätigt werden. Zudem sollten die Gesamtkosten gut kalkuliert werden, denn bei einer Unterschreitung wird keine Förderung gewährt. Für die Ermittlung der totalen Kosten sollten die Beträge für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation (beispielsweise von ABL)
  • Energiemanagementsystem/ Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen (mit intelligentem Backend / Software)
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (wie beispielsweise Erdarbeiten)

 

Tipp: Das ABL+reev Bundle wird von der KfW Förderung unterstützt

Wie genau können Privatpersonen und/oder Wohnungswirtschaften hiervon profitieren?

Grundsätzlich gilt die KfW Förderung für alle ABL Ladestationen. Mehr Informationen zur förderfähigen Hardware der ABL erhalten Sie hier.
Im Bundle mit der reev Software Pro werden dann beispielsweise das Abrechnen von Ladevorgängen im Mehrfamilienhaus und das Laden von Dienstfahrzeugen zu Hause möglich.

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